Einführung Mundstimulation
Lies dir den folgenden Text durch und erfahre dabei, weshalb sich die Anwendung der Facio-Oralen Trakt-Therapie bei Dysphagie und Demenz eignet!
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Die Behandlung mit durch die Facio-Orale Trakt-Therapie (F.O.T.T.) ist durch seine multimodalen Techniken für Patientinnen und Patienten mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen geeignet.
Der Abbau von Fähigkeiten ist individuell geprägt durch persönliche und externe Einflüsse, wie der Allgemeinzustand oder das Lebensumfeld. Die Behandlung erfolgt möglichst im Alltagskontext. Dabei können Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld gerne mit einbezogen werden.
Bei der Behandlung steht vor allem die Anpassungsfähigkeit im Vordergrund, nicht das Kraft- oder Koordinationstraining einzelner Muskeln. Die Bewegungs- oder Handlungsabläufe werden fazilitiert. Das gewünschte Verhalten oder eine motorische Antwort (z.B. das Schlucken) soll sich aus der vorhergegangenen Situation entwickeln, sodass die Fähigkeiten reaktiviert und automatisch genutzt werden können.
Abb. 13: Einteilung des Mundes in 4 Quadranten
Die Mundstimulation der F.O.T.T., wird auch als Quadrantenstimulation bezeichnet.
Die therapeutische Mundstimulation ersetzt häufig eingeschränkten oder fehlenden Input, der aufgrund von beeinträchtigten Mundbewegungen entsteht.
Durch strukturierte Anregung können das Sprechen, reinigende Zungenbewegungen oder das Schlucken unterstützt und wieder aktiviert werden.
Vor allem Speichel bietet einen natürlichen Schutzfilm für Zähne und Schleimhäute.
Diese natürlichen Selbstreinigungsmechanismen spielen in der Mundgesundheit eine wesentliche Rolle, neben dem Gebrauch von Zahnpflegeprodukten. Die alltägliche Mundhygiene trägt zur allgemeinen Gesundheit und zum Schutz der unteren Atemwege bei. Benötigte Hilfe bei der Nahrungsaufnahme und der Mundhygiene sowie die Anzahl kariöser Zähne zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren für eine Pneumonie.
Mundhygiene ist ebenfalls von sozialer Bedeutung. Schmerzen im und am Mund können zur Ablehnung der Nahrungsaufnahme und damit zum sozialen Rückzug führen. Selbst durch Mundgeruch können soziale Barrieren entstehen.
Mundhygiene stellt ein interprofessionelles Thema dar, bei welchem verschiedenste Berufsgruppen mit ihren Kernkompetenzen die Betroffenen und ihre Angehörigen unterstützen.
Einen tieferen Einblick aus unterschiedlichen Perspektiven bekommst du im folgenden Podcast-Ausschnitt. Hierin geht es noch einmal um die Bedeutung von Mundpflege und welche Komplikationen im Alter und speziell bei der Demenz auftreten können.